Pressemitteilung zur Sitzung vom 6. Juni 2016

Gepostet am

Am 6.6.2016 hatten die Schulelternsprecher der Grundschulen im Saale-Holzland-Kreis und deren Schulleiterinnen die Möglichkeit, mit der Thüringer Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Sport Gabi Ohler in einer lockeren Gesprächsrunde aktuelle Themen aus unserem Landkreis und auch anstehende Entwicklungen im Zusammenhang mit dem geplanten Bildungsgesetz in Thüringen zu diskutieren.

Frau Ohler hat versucht, auf alle Fragen möglichst umfassend Auskunft zu geben. Aufgrund des noch nicht fertiggestellten Entwurfes des Gesetzes, konnte sie jedoch einige Themen nur anreißen bzw. musste Antworten vorerst schuldig bleiben.

Kritisch hinterfragten die Elternvertreter unter anderem die Einstellungsbedingungen für neue junge Lehrkräfte, die Frage nach dem Wunsch- und Wahlrecht der Eltern bei der Inklusion in Grundschulen oder auch den zukünftigen Umgang mit den kleinen Schulen im ländlichen Bereich.

Aktuell brannte den Eltern und vor allem den Schulleiterinnen die Frage nach Kopierern in den Schulen unter den Nägeln. Schulische Kopieraufträge müssen ab dem kommenden Schuljahr über externe Copyshops oder eigens von den jeweiligen Schulen angeschaffte Kopierer erledigt werden. Der Landkreis, welcher hier bisher als Schulträger an der Finanzierung beteiligt war, darf dies zukünftig nach Kritik des Rechnungsprüfungsamtes nicht mehr tun.

Fraglich war, ob nicht überhaupt die Schulkopien unter die Lehrmittelfreiheit fallen könnten und somit für Eltern kostenlos sein sollten. Auch hier hatten die Elternvertreter klare Wünsche an das Land und Frau Ohler versprach, sich zu informieren und Rückmeldung zu geben.

Sehr bedauerlich war, dass von mehr als 20 eingeladenen SchulleiterInnen der Grundschulen lediglich zwei anwesend waren. Die Gelegenheit, sich aktiv im Vorfeld eines Gesetzgebungsprozesses einzubringen und Erfahrungen gerade aus unseren kleinen Schulen im Landkreis mit nach Erfurt auf den Weg zu geben, wurde so leider nicht genutzt.

Der Vorwurf des Landrates, bei dem Besuch der Staatssekretärin würde es sich um eine parteipolitische Veranstaltung handeln, hat einige SchulleiterInnen leider so verunsichert, dass sie auf ihre Teilnahme verzichtet haben. Der Kreiselternsprecher der Grundschulen Knut Meenzen bedauert dies, denn so ist eine Chance vertan worden, dass sich der Landkreis mit seiner Vielfalt an Grundschulen präsentieren kann und so dessen Belange besser berücksichtigt werden können.

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